Mediation – eine friedliche Form der Konfliktbewältigung

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Claudia André

 

Sie fragen sich, was ein Eisberg mit Ihrer Problemsituation zu tun haben könnte? Nun, Eisberge haben die Eigenschaft, dass 9/10 ihrer Masse unter der Wasseroberfläche schwimmen und nicht gut sichtbar sind. Bei der Verständigung zwischen Menschen ist dies ganz ähnlich: Einige Aspekte kann man nicht unmittelbar sehen. Wenn ein Mensch sich an einen anderen wendet, kann er auf verschiedenen Ebenen kommunizieren, er kann auch auf verschiedenen Ebenen Missverständnisse aufbauen. Gerade im Konflikt misslingt die Kommunikation häufig. Wie bei einem Eisberg sind einige Aspekte nur undeutlich, verschwommen, zweideutig oder missverständlich wahrnehmbar. Mediation kann helfen - und zwar gründlicher als es ein Gerichtsverfahren vermag, denn sie lässt den Blick unter die Oberfläche nicht nur zu, sondern fordert und fördert das gegenseitige Verständnis.

 

In vielen Ländern bereits selbstverständlicher Bestandteil gerichtlicher und außergerichtlicher Auseinandersetzungen, etabliert sich die Mediation zunehmend auch in Deutschland. Der Begriff Mediation steht für ein methodisches Prinzip, bei dem Konfliktparteien mit Hilfe einer Vermittlerin (Mediatorin) nach einer für beide/alle Seiten befriedigenden Regelung suchen. Die Mediatorin ist unparteiisch und daher im Gegensatz zu einer Rechtsanwältin/einem Rechtsanwalt kein Interessenvertreter nur einer Partei.

 

Mediation heißt wörtlich übersetzt Vermittlung. Sie wurde in den 60er/70er Jahren in den USA entwickelt und befindet sich seitdem auf dem Vormarsch. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

 

Streit meint widerstreitende Interessen einer oder mehrerer Parteien. Nicht immer bietet unser Rechtssystem befriedigende Regelungen für die materiellen Folgen einer solchen Auseinandersetzung. Wenn das Gericht entscheidet, müssen sich die Parteien dem beugen. Häufig genug kommt es vor, dass die Interessen der Beteiligten nicht ausreichend berücksichtigt werden, wenn der Konflikt nur im Dialog des Gerichts mit den Anwälten über den Kopf der Parteien hinweg gelöst worden ist. Dabei fühlen sich die Parteien mit ihren Interessen oftmals nicht genügend wahrgenommen. Das ist bei der Flut der Verfahren, denen sich die Gerichte ausgesetzt sehen, auch nicht verwunderlich.

 

Einen anderen Ansatzpunkt bietet die Mediation. Sie unterscheidet sich bereits durch das Prinzip der Freiwilligkeit von den Gerichtsverfahren, d. h., dass jede Partei zu jeder Zeit entscheiden kann, ob sie sich weiter in den Mediationsprozess einbringen möchte.

 

Auch die Position der Mediatorin unterscheidet sich grundsätzlich von der eines Richters, denn im Unterschied zu ihm muss sie von allen Beteiligten akzeptiert sein. Im gerichtlichen Verfahren unterliegen die Beteiligten dagegen dem Prinzip des gesetzlichen Richters, der nur im Falle seiner Befangenheit abgelehnt werden kann.

 

Um Ihre Interessen noch besser wahrnehmen zu können, bieten wir Ihnen in unserer Kanzlei ab sofort Mediationsverfahren an. Dabei können Sie sicher sein, dass die Ausbildungsstandards des Bundesverbandes Mediation (BM) und des Bundesverbandes Mediation Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA) eingehalten sind. Das sichert Ihnen die fachlich optimale Unterstützung zu. Nur so ist gewährleistet, dass Ihr Problem bei uns in guten Händen ist.

 

Gerne helfen wir Ihnen weiter, wenn Sie noch Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten.